

Erste Patientenuniversität in Deutschland - Bildungskonzept zur Verbesserung
der Gesundheitskommunikation
und Erhöhung der Gesundheitskompetenz von Bürgern
und Patienten
entwickelt und umgesetzt von Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Schwartz, Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Dr. Gabriele Seidel und dem Team der Medizinischen Hochschule Hannover / Patientenuniversität

Die Patientenuniversität ist eine 2006 gegründete unabhängige Bildungseinrichtung an der Medizinischen Hochschule Hannover. Ziel der Aktivitäten ist die Erhöhung des Gesundheitswissens und die Stärkung der Position der Menschen im Umgang mit Gesundheit, Krankheit und dem Gesundheitssystem. Durch Seminarreihen, Vorträge und Internetangebote stellt die Patientenuniversität das universitäre Wissen und aktuelle Forschungsergebnisse nicht nur Expertenkreisen, sondern der Bevölkerung insgesamt zur Verfügung. Die Patientenuniversität klärt unter anderem über körperliche und seelische Abläufe im menschlichen Körper auf, unterstützt Patienten und ihre Angehörigen im Umgang mit einer Erkrankung und vermittelt Kenntnisse über Strukturen des Gesundheitswesens oder informiert über Patientenrechte. Sie gibt auch Hinweise, wie die Kommunikation mit Behandelnden verbessert werden kann, z.B. unter der Überschrift „Noch Fragen?“ auf der Homepage www.patienten-universitaet.de Mit der Auszeichnung würdigt die Jury, dass die Patientenuniversität die Position von medizinischen Laien als Partner in der gesundheitlichen Versorgung verbessert und diese als wichtige Zielgruppe der Gesundheitskommunikation direkt anspricht.
Medizinische Hochschule Hannover
Patientenuniversität
z. Hd. Frau Dr. Gabriele Seidel
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
Telefon +49 (0)
511 5328 425
E-Mail seidel.gabriele@mh-hannover.de
Web www.patienten-universitaet.de
Psychische Erkrankungen bei jungen Menschen – Ein Informationsprojekt an Schulen
entwickelt und umgesetzt von Uwe Flohr und Edgar Holzer und dem Team von Hilfe für psychisch Kranke e.V.

Das Projekt wendet sich an Schüler, Lehrer, Verbände, Schulpflegschaften, Schulämter, Gesundheitsfürsorge und an eine interessierte Öffentlichkeit in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis. Ziel der eigens erstellten Broschüre sowie der ein- oder mehrtägigen Informationsveranstaltungen ist es, in Schulen Wissen über psychische Erkrankungen zu vermitteln und Ängste im Umgang mit Betroffenen abzubauen. Zudem wird den Schülerinnen und Schülern das Risiko verdeutlicht, durch Drogen psychische Erkrankungen auszulösen. Auch soll der Stigmatisierung von psychisch Kranken wirksam entgegen getreten und die Möglichkeiten moderner Therapien breiter bekannt gemacht werden, um Erkrankte baldmöglichst eine fachärztliche Behandlung erfahren zu lassen. Mit der Lobenden Anerkennung würdigt die Jury den Ansatz des Vereins, Aufklärung über psychische Störungen und auslösende Faktoren zu leisten. Das Projekt imponiert durch sein engagiertes Zugehen auf Schulen in der Thematisierung von psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.
Uwe Flohr, Vorstand
Kaiserstraße 79
53113 Bonn
Telefon
+49 (0) 2222 989792 oder +49 (0) 228 2891491
E-Mail uwe.flohr@t-online.de oder info@hfpk.de
Web www.hfpk.de
Kommunikation am Lebensende – Curriculum für die Lehre in der Medizin und Evaluation
entwickelt und umgesetzt von Prof. Dr. Martin W. Schnell, Dr. Christian Schulz,
Mischa Möller und dem Team
des IEKG Institut für Ethik und Kommunikation im
Gesundheitswesen, Universität Witten/Herdecke

Das Seminar „Kommunikation mit Sterbenden“ ist in das 31 Lehreinheiten umfassende Curriculum Palliativmedizin eingebettet. Medizinstudenten im achten Semester werden hier für die Besonderheiten der Therapie und Begleitung von Menschen am Lebensende sensibilisiert und darin angeleitet. Kommunikatives Verhalten wird dabei nicht nur als ärztliche Tätigkeit sondern auch als ärztliche Handlungsweise angesehen. Nach einem einführenden Block zur Theorie zu Sterben, Tod und Trauer, werden anhand von Rollenspielen typische Kommunikationssituationen gemeinsam bearbeitet. Ausbildungsziel des Curriculum Palliativmedizin ist es, Kommunikation systematisch anhand von Modellen und typischen Situationen einzuüben und gemeinsam zu reflektieren. Mit der Lobenden Anerkennung würdigt die Jury das Curriculum des IEKG als vorbildlich für die Ausbildung von Medizinstudierenden auf dem Gebiet der Gesundheitskommunikation, da hier der Palliativmedizin frühzeitig und verbindlich hohe Bedeutung beigemessen wird.
IEKG Institut für Ethik und Kommunikation im Gesundheitswesen
/ Universität Witten/Herdecke gGmbH
Direktor Prof. Dr. phil. Martin Wilhelm Schnell
Alfred-Herrhausen-Straße 50
58448 Witten
Telefon +49 (0) 2302 926214
E-Mail: schnell@uni-wh.de
Web medizin.uni-wh.de/pflegewissenschaft/iekg/profil
achse.info: Informationen zu seltenen Erkrankungen verbessern – die Vernetzung der Selbsthilfe fördern
entwickelt und umgesetzt von Dr. Frank Brunsmann, Projektleiter, ACHSE e.V., Martina Schwebe-Eckstein, Projektleiterin, Deutsche Telekom AG und dem Team von Achse e.V. sowie der Robert Bosch Stiftung.

ACHSE e.V. ist ein Netzwerk von Patientenorganisationen von Kindern und erwachsenen Betroffenen mit (chronischen) seltenen Erkrankungen und ihren Angehörigen. Das Projekt achse.info des Vereins, unterstützt durch die Deutsche Telekom und die Robert Bosch Stiftung, bildet das zentrale Informationsportal der Selbsthilfe im Internet zum Thema „Seltene Erkrankungen“. Das Portal verlinkt Informationen zu seltenen Krankheitsbildern und macht sie so für die qualifizierte Suche verfügbar. Zudem werden bestehende Fremddatenbanken und deren Herangehensweise erläutert. In den Foren des Portals haben Betroffene und Mediziner darüber hinaus die Möglichkeit zum kommunikativen Austausch. achse:info ist ein innovatives Projekt, das den interaktiven Dialog fördert und Betroffenen zugleich informative wie praktische Unterstützung bietet. Mit dem OKP-Ehrenpreis würdigt die Jury die spezielle Intention des Projektes, die den Grundgedanken des Oskar-Kuhn-Preises in besonderer Weise trifft. Idee und Durchführung dieses professionell strukturierten Selbsthilfeansatzes werden von der Jury als vorbildlich und einzigartig für Deutschland eingeschätzt.
Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e.V.
Geschäftsführerin Mirjam Mann
Spandauer Damm 130
14050 Berlin
Telefon +49 (0) 30 33 00 70 80
E-Mail: mirjam.mann@achse-online.de
Web www.achse-online.de